2.5. Quasselstrippen, „Schweiger“, „Querulanten“, „Zeiträuber“, „hochsensible“ und „kooperative“ Patienten

II. Therapie leiten – den Patienten führen

2.5. Quasselstrippen, „Schweiger“, „Querulanten“, „Zeiträuber“, „hochsensible“ und „kooperative“ Patienten

Manche Patienten „nerven einfach“. Entweder sie „quasseln uns voll“ und „hindern uns am arbeiten“, oder sie schweigen sich aus und kommunizieren nicht angemessen, so dass wir wie im Nebel stochern und nicht vorankommen mit der Behandlung. Oft genug gehen wir als Therapeut fachlich-methodisch oder  schematisch vor, weil wir den Patienten „nicht richtig orten“ können und somit ausschließlich auf unser „fachliches Rüstzeug“ angewiesen sind.
In beiden Fällen weiß der Patient zu wenig von sich, nimmt seinen Organismus nur unzureichend wahr oder kann Relevantes nicht prägnant mitteilen. Zu einer erfolgreichen Therapiegestaltung gehört es, dem Patienten zu ermöglichen, sein Anliegen und Befinden differenziert wahrzunehmen und angemessen mitzuteilen.

Das gilt auch für die Patienten, die sich ständig beschweren, unaufhörlich klagen, den organisatorischen Rahmen sprengen, die Therapiezeit nicht nutzen oder sie über Gebühr in Anspruch nehmen.
Zuweilen begegnen uns die Zerrbilder unserer eigenen therapeutischen Erwartungen und „Erziehungsmaßnahmen“: übersensible Patienten, die auf ihre propriozeptiven Wahrnehmungen fixiert sind, „das Gras wachsen hören“, gnadenlos mitteilsam oder grenzenlos gefällig und kooperativ sind.
Durch all dieses Verhalten drückt der Patient etwas aus, was er anders nicht mitzuteilen vermag. Diese verborgenen Gehalte „freizueisen“ und als Ressourcen und positive Energie ins Therapiegeschehen einzubeziehen, darin besteht die hohe Kunst des kommunikativ kompetenten und dynamisch arbeitenden Therapeuten.

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