2.6. Shared Decision Making

II. Therapie leiten – den Patienten führen

2.6. Shared Decision Making

Patientenführung und entscheidungsorientierte Kommunikation in ganzheitlich ausgerichteter Prävention und Behandlung

Gelingende Verständigung zwischen Patient und Arzt erfordert zielgerichtete Kommunikation und partnerschaftliche Entscheidungen. Unsere ärztliche Aufgabe ist es dabei, uns selbst und die Patienten in die Lage zu versetzen, als gleichberechtigte Partner zu kommunizieren.

Dialogische Führungskompetenz ist dafür eine notwendige Voraussetzung. Sie ist Teil ärztlicher Kommunikationskultur und nicht selbstverständlich – spezifische Kenntnisse und Fertigkeiten sind zu erlernen und zu trainieren. Neben geschulter Selbst- und Fremdwahrnehmung und sicherem Einfühlungsvermögen (Empathie und Taktgefühl) sind u. a. auch die Schaffung eines gemeinsamen „Sprachraumes“, zeitliche Taktung der Kommunikation und achtsame Interaktionen unerlässliche Voraussetzungen. Dabei ist das ärztliche Gespräch eine bevorzugte, aber nicht die einzige Möglichkeit. Wichtig sind z. B. auch systemische Aspekte, die beiderseitigen „Settings“ und die nonverbale, körpersprachliche Kommunikation.

Die klassische Informationsvermittlung – die nötigen präventiven, diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten aufzuzeigen – ist dabei nur ein kleiner Teil der ärztlichen Aufgabe.

Die Herausforderung für den Arzt liegt darin, den Patienten in seiner Autonomie und Selbstverantwortlichkeit fördern zu können. Dann vermögen beide die notwendigen Entscheidungen in gegenseitigem Einvernehmen und in differenzierter Verantwortlichkeit zu treffen – Shared Decison Making.

Das Kommunikationsprojekt Moving Decisons macht in Bewegung, Aktion und Reflexion erlebbar, wie dies gelingen kann: unkonventionell, direkt und in der Praxis bewährt, leitet es zu kreativem Umgang mit Resourcen und Möglichkeiten an.

Wir arbeiten an einer integrativen, entscheidungsfokussierten Kommunikation und verwenden dabei Bewegungselemente des Tango Argentino, der in klaren didaktischen und überschaubaren Schritten ungewöhnlich differenzierte, strukturelle und emotionale Kommunikationserfahrungen ermöglicht.

Die Teilnehmer brauchen keineswegs tanzerfahren zu sein, sie sollten allerdings neugierig sein auf eine ungewohnte neue Erfahrung und die Bereitschaft mitbringen, sich – körperlich und emotional – zu bewegen und berühren zu lassen.

Weitere Infos unter http://dr-jungkind.de/moving-decisions

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