3.1. Leiden, Lullen, Limits…

III. Praxis- und Selbstmanagement für Körpertherapeuten aller Fachrichtungen

3.1. Leiden, Lullen, Limits:
Wo liegen meine Grenzen, wie zeige ich sie auf und schütze mich als Therapeut!

Wären wir nicht im besonderen Ausmaß leidens- und mitleidensfähig, wären wir niemals Therapeuten geworden. Dafür braucht es eine anlagemäßige Disposition, erlebensbedingte Bereitschaft und familiäres Training von klein auf.

Die Fähigkeit zum Einfühlen – nicht zum Mit-Leiden – gehört zu den notwendigen Kompetenzen eines Therapeuten. Er sollte ihr aber nicht hilflos ausgeliefert sein, sondern sie differenziert einsetzen und gestalten können – als ein persönliches, professionelles „Vermögen“, nicht als blinde „Leidenschaft“.
Das bedeutet, einen klaren Unterschied zwischen Empathie und Sympathie (Einfühlen und Mit-Leiden) zu machen, kompetent und nicht erst aus Überforderung heraus Grenzen zu setzen und so – bei aller Offenheit für das Leiden und die Belange des Patienten – auch gleichzeitig für sich selbst und das eigene Wohlergehen verantwortlich zu bleiben.

Mit einiger Übung wir es zuverlässig gelingen, die nötige Zuwendung und den angemessenen Abstand in ein gutes Verhältnis zu bringen und diese Trennlinie klar und verständlich dem Patienten kommunizieren zu können.
Die kontinuierliche Aufmerksamkeit darauf, in jedem Moment präsent und lebendig zu sein, hilft dabei, sich weder vom Patienten auf Holzwege und in Sackgassen führen zu lassen, noch sich selbst durch banale Kommunkation, Routine und Selbstzufriedenheit einzulullen.

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