Vitalität, Erotik und Sexualität in der körpertherapeutischen Behandlung: Wünsche, intime Gefühle und/oder Belästigung?

Als körperlich arbeitende Therapeuten kommen wir dem Patienten nicht nur körperlich nahe: menschliche Nähe setzt verschüttete, vitale Energien wieder frei.
Unsere intensive Zuwendung auf der körperlichen und emotionalen Ebene – besonders auch die ungewohnte/differenzierte Berührung mit den Händen – berührt nicht nur die „physische Struktur“. Sie rührt an emotionale und vitale Grundbedürfnisse – so können auch erotische und sexuelle Bedürfnisse „wieder- belebt“ werden und werden sich zunächst auf uns Therapeuten richten.

Das Auftauchen und die Äußerung solchen Erlebens kann beim Patienten wie beim Therapeuten zu einiger Verwirrung führen. Dabei gilt es diese Erscheinungen als natürlich und erwünscht zu verstehen und zu begrüßen – zeigen sie doch die Anregung vitaler und aufbauender Kräfte durch unsere Behandlung oder unsere Persönlichkeit an!
Daher ist es im Behandlungskontext wichtig und kann für den Behandungserfolg entscheidend sein, diese Erscheinungen weder abzulehnen, noch auszuagieren oder persönlich auszunutzen. Vielmehr gilt es gemeinsam auszuloten, wo die Zielsetzungen und Grenzen von therapeutischem „Miteinander“ verlaufen und wie wir diese Kräfte im Hinblick auf unser Behandlungsziel motivierend und konstruktiv einsetzen können.

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