Consuelo de la perra vieja - Copyright 2010 Markus Keller

TANGO … NOSTALGIE-RESERVAT in UNSICHEREN ZEITEN?

Derzeit, in der zunehmend als unsicher erlebten Gegenwart, nehmen die restaurativen Tendenzen wieder zu: Tango wird stilistisch einbetoniert, Experimente sind verpönt, zu Milongas soll mann/frau sich anmelden – paarweise! das ist eine Kopie der Epoche zwischen 1910 und 1925, in der Tango in die damalige High Society “ aufstieg“ und sich deren gesellschaftlichen Zwängen anpasste.

Wir können den Tango nicht ernsthaft in das Kostüm und das Korsett von vor 100 Jahren zwängen!  Gegenwart und Zukunft des Tango liegen nicht in einer nostalgisch verklärten Vergangenheit !

Tango entstand vor über 100 Jahren in einer historisch-sozialen Umgebung. Unsere Realität ist davon weit enfernt. Dennoch wiederholen wir stereotyp und nostalgisch die Rituale und Verhaltensweisen von damals.  Die unter anderen Vorzeichen erbrachten Erfahrungen auszuloten kann jedoch nicht heissen, sie unbesehen in die Gegenwart übertragen zu wollen!

In den 80-iger Jahren haben wir eine Renaissance, eine Wiedergeburt und gleichzeit eine Erneuerung des Tango erlebt.

Heute müssen wir Antworten finden auf die Frage:
WIE KANN MANN/FRAU DIE HALTUNGEN/EINSTELLUNGEN EINES VERGANGENEN JAHRHUNDERTS IN DIE GEGENWART TRANSPONIEREN ?

  • Tango – lebendig in Musik und Tanz  – das kann kein Yuppie- oder Nostalgie-Reservat sein !
  • Tango ist für alle da !
  • Tango entwickelt sich ständig weiter.

An diesem forschenden Experimentieren und Improvisieren möchten wir Sie teilnehmen lassen, darauf möchten wir neugierig machen. Auch didaktisch gehen wir unkonventionell neue und spannende Wege – lassen Sie sich überraschen !