Corona-Übertragung: „Infektion in Innenräumen 19-mal wahrscheinlicher als draußen.“(www.zeit.de)

Alles zeigt: Aerosole übertragen Sars-CoV-2 über die Luft. Statt Desinfektionsmittel zu sprühen, sollten wir öfter die Fenster öffnen – und drinnen mehr Abstand halten…

  • “ …Um sich vor einer Infektion zu schützen, helfen nicht allein die Maßnahmen Hände waschen, richtig niesen, Maske tragen und einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern zu wahren.

Derzeit fallen zudem im Eingangsbereich von Fitnessstudios, Cafés oder Supermärkten als Erstes Spender mit Desinfektionsmittel ins Auge. Bedienungen wischen fleißig über Tischplatten, Salzstreuer und Speisekarten. Alles fein.

  • Aber da das Risiko einer Schmierinfektion nicht im Vordergrund steht, hilft das allein nicht. Auch die Lkw, die in manchen Ländern öffentlichkeitswirksam ganze Straßenviertel durchkreuzen und mit Sprühkanonen vollnebeln, oder vermummte Menschen, die Rasenränder im Fußballstadion absprühen, richten gegen die Übertragung auf dem Luftweg nichts aus...
  • Aerosolpartikel sind nichts anderes als kleinste Tröpfchen, bestehend aus flüssigen und gasförmigen Anteilen. Wie viele davon in die Luft geschleudert werden, wie lange sie herumwabern und andere Menschen anstecken können, hängt von vielen Faktoren ab:
  • Kleinste Hustenpartikel können fast fünf Meter weit wandern, beim Niesen können sie sogar fast acht Meter zurücklegen… Noch mehr Aerosole entstehen aber beim Sprechen, Singen oder Brüllen. Mit den Dezibel steigt auch die Zahl der Partikel

Ob man sich drinnen oder draußen unterhält, macht dabei einen entscheidenden Unterschied, da sich Aerosole ähnlich wie Zigarettenrauch ausbreiten, umhertrudeln oder eben von einem Luftstoß in alle Richtungen zerstreut werden. Gerade deshalb gilt:

  • Die Menschen, mit denen man nicht zusammenwohnt, sollte man jetzt im Sommer besser im Biergarten, im Park oder auf dem Balkon treffen. Denn in Innenräumen liegt das Risiko sich anzustecken, deutlich höher: In einer Studie, die als Preprint veröffentlicht wurde, betrachteten Forscherinnen 110 Infektionsfälle und kommen zu dem Ergebnis, dass eine Infektion in Innenräumen 19-mal wahrscheinlicher war als draußen
  • Das Virus hat also die besten Chancen, sich von Mensch zu Mensch zu übertragen, wenn sich mehrere oder gar viele Leute in einem schlecht belüfteten Raum aufhalten…“

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