MNS-Masken schützen – 80-prozentige Risikoreduktion ! (www.berliner-zeitung.de)

„…Nach unserer Analyse ( Prof.Holger Schünemann – Interview mit Berliner-Zeitung ) senken Masken das relative Risiko, sich zu infizieren, um etwa 80 Prozent.

Wenn das Basisrisiko sich anzustecken, bei etwa 50 Prozent liegt, wie es beispielsweise für Chorproben beschrieben wurde, dann verringert es sich, wenn ich eine Maske trage, auf zehn Prozent.

Ist das Basisrisiko ein Prozent, reduziert sich die Gefahr sich anzustecken auf 0,2 Prozent. Wir beziehen uns auf Daten für den einfachen chirurgischen Mund-Nasen-Schutz, wie man ihn überall kaufen kann….

Es ist nicht besonders umständlich, eine Maske zu tragen und kostet kaum Geld für den Einzelnen im Vergleich zu teuren Therapien. Wenn das Infektionsrisiko sehr klein ist, müssen allerdings sehr viele Menschen eine Maske tragen, um eine einzelne Infektion zu verhindern….

Alleine wäre diese Maßnahme nicht ausreichend gewesen. Es geht um die Kombination verschiedener Verhaltensregeln (A-H-A). Dazu gehört auch Handhygiene. Und selbst wenn man eine Maske trägt, sollte man nicht nach vorne raus in die Maske husten, sondern in die Ellenbeuge….

Es bestand die Angst, dass Menschen sich durch Masken so sicher fühlen, dass sie andere Verhaltensregeln wie Abstand halten oder Hände waschen nicht mehr befolgen würden. Aber da gibt es jetzt Hinweise, dass das nicht stimmt…. Eine Infektionsquelle könnte allerdings das Auf- und Absetzen der Maske sein....

Ist Covid-19 ein Weckruf?

Es ist wahrscheinlich so, dass es irgendwann eine Pandemie mit einem Erreger geben wird, der gefährlicher ist als Sars-CoV-2. Möglicherweise erleben wir das nicht mehr, aber sie wird kommen – und dann wäre es gut, wenn sich ins gesellschaftliche Bewusstsein eingeprägt hat, dass Masken gegen die Verbreitung von Atemwegsinfektionen helfen können.“