Alzheimer: Dicke Luft – Feinstaub und Demenz (www.spektrum.de)

Mit der Menge an Feinstaub nehmen auch die Demenzfälle in einer Region zu. Neuere Untersuchungen zeigen, wie die Partikel von Lunge und Nase zum Gehirn gelangen und dort Schäden anrichten können….

Bei der häufigsten Form der Alzheimerkrankheit, die erst spät beginnt, könnten Lebensstil und schädliche Umwelteinflüsse 40 bis 65 Prozent des Erkrankungsrisikos bedingen. Luftverschmutzung ist dabei einer der Hauptfaktoren.

Mit jedem Atemzug gelangen die Partikel tief in die Lunge und von dort aus ins Blut. PM2,5 hat auf diese Weise verheerende Auswirkungen auf die Atemwege und das Herz-Kreislauf-System des Menschen. Krebs, Herzinfarkte, Schlaganfälle und vorzeitige Todesfälle nehmen mit der Schadstoff-Belastung zu.

Früher glaubte man, das Gehirn sei vor einem solchen Angriff geschützt… Leider gibt es überzeugende Belege dafür, dass Feinstaub …. nichtsdestoweniger ins Gehirn gelangen kann…:

  • Erstens können die Partikel die Blut-Hirn-Schranke verändern, um sie für Schadstoffe durchlässiger zu machen.
  • Zweitens können sie die Schranke vollständig umgehen, indem sie über die Nase in den Riechnerv eindringen und von hier aus ins Gehirn wandern.

Das Gehirn ist …nicht besser vor den unerbittlichen Angriffen der Luftverschmutzung geschützt als andere Organe….

Was giftige Substanzen aus Feinstaub im Gehirn anrichten, deckt sich gut mit den Vorstellungen darüber, wie sich alzheimerbedingte Schäden entwickeln…

Signalmoleküle (im Gehirn) helfen dabei, die Immunabwehr und Entzündungen zu steuern. Unter normalen Umständen schützt das unser Gehirn gegen Eindringlinge von außen...

  • Eine länger andauernde Belastung durch verschmutzte Luft kann (jedoch) zu einer Überproduktion von entzündungsfördernden Zytokinen und damit zu einer chronischen Entzündung führen, in deren Folge Nervenzellen absterben….
  • Frühe Alzheimer-Anzeichen sogar bei Babys und Kleinkindern

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