„Lüften ist extrem wichtig!…Es dauert nur Minuten, bis Corona-Aerosole überall im Büro verteilt sind“ (www.wiwo.de)

Immer mehr wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Aerosole ein wichtiger Überträger des Coronavirus sind, vor allem in Innenräumen..…“

Superspreader – “ ..Durch schlechte Belüftung kann ein Mitarbeiter schnell viele andere anstecken…“

Aerosole – “ Dabei befinden sich die Viren in mikroskopisch kleinen Tröpfchen, die wir über die Atemluft ausstoßen. Die schweben praktisch in der Raumluft. Sie werden permanent von jeder infizierten Person abgegeben. Und alle anderen Personen atmen sie ein, auch in sehr weiter Distanz….

Martin Kriegel, Deutschlands führender Experte für die Belüftung von Räumen, erklärt, wie sich Infektionen verhindern lassen, welche Belüftung die sicherste ist und was Arbeitnehmer ihren Chef jetzt fragen sollten...

Wie bewegen sich Aerosole denn in einem Büro?
Sie bewegen sich, ohne dass wir das spüren. Selbst wenn es praktisch keine Luftströmung gibt, dauert es nur Minuten, bis sie sich überall im Büro verteilt haben. Wenn wir etwa eine typische Luftbewegung von nur fünf Zentimetern pro Sekunde haben, merkt man das überhaupt nicht. In einer Minute sind die Aerosole dann trotzdem schon drei Meter weiter gezogen.

Wenn in einem Büro alle 20 Minuten das Fenster für mehrere Minuten geöffnet wird, reicht das dann?
In der Regel ja, manchmal aber auch nicht. Etwa wenn der Wind nicht weht oder die Temperaturen im Raum und draußen gleich sind. Dann strömt nichts durchs Fenster. Da kann wieder nur ein CO2-Sensor einen Hinweis geben, wie  gut die Luftqualität ist und damit wie viel Aerosole da sind.

Müssen wir also insgesamt nicht nur an Abstand, Händewaschen und Maske gewöhnen, sondern auch die Belüftung künftig ernster nehmen?
Ja, definitiv! Lüften ist extrem wichtig!
…“

Das ganze Interview von Thomas Stölzel mit Martin Kriegel auf www.wirtschaftswoche.de