Corona-Überlebenskampf – „Ein zweites Mal diese Tortur – das würde ich nicht schaffen“ ( www.tagesspiegel.de )

„…Am 18. März bekam Joachim Huber, Leiter des Tagesspiegel-Medienressorts, Fieber. Der 62-Jährige hatte sich mit dem Coronavirus infiziert, erlitt eine Lungenembolie, totales Nierenversagen und einen Herzinfarkt.

Maris Hubschmid hat mit ihm über fünf Wochen Koma und das Leben danach gesprochen...

„Ich bin bis heute von dem Rätsel geplagt, dass ich überhaupt keine Ahnung habe, wo ich mich angesteckt habe. Deswegen war es vermutlich irgendwo im öffentlichen Raum, in der U-Bahn. Wir müssen klüger werden als das Virus…. Corona ist ein Arschloch…“

zu sehen, wie leichtfertig Menschen Infektionen riskierendass man ärztliche Ratschläge missachtet, keine Maske trägt, keinen Abstand hält – das ist mir unverständlich und ich nehme das diesen Leuten persönlich übel.

Die demonstrieren für Liebe und Freiheit. Liebe? Das ist Egoismus. Was an Freiheit verliert der Mensch, wenn er sich ein Stück Tuch ins Gesicht hängt?

Fünf Wochen lang …im künstlichen Komaabsolut nichts mitbekommen. “ Ich war wie ausgeschaltet. Erst in der sogenannten Delirphase, der Aufwachphase, habe ich angefangen, etwas wahrzunehmen…“

Nach dreieinhalb, vier Wochen: “ … Es war lange nicht klar, wie ich es schaffe und mit welchen Hilfsmitteln. Ich bekam eine Beatmungseinheit in die Lunge gelegt, die Eintrittsstelle in meinem Hals sieht heute aus wie ein Einschussloch….“

“ Ich bin überzeugt, die Ärzte haben mich gerettet, aber nicht im ersten Anlauf. Die mussten dieses und jenes probieren. Ich hatte einen Herzinfarkt…. habe offenbar ein starkes Herz mit großem Überlebenswillen: Hier wird nicht abgetreten. Hier wird weitergemacht….“

“ Das wahrscheinlich Schrecklichste, was ich gelernt habe, ist, wie es sich anfühlt, keine Luft mehr zu bekommen. In meinem Beatmungsgerät war ein Filter, damit strömte die Luft nicht in mich hinein, sondern ich musste die ständig ansaugen. Das hat mich panisch gemacht….Dieses Gefühl, keine Luft zu bekommen, das möchte ich im Leben nicht nochmal haben.…“

Ich bin jetzt mit den Krankheiten nach der Krankheit beschäftigt.

  • Ich habe starke Nervenschmerzen in den Beinen, die Nerven spielen verrückt, wie Blitze, ein dauerhaftes Zucken.
  • Außerdem hatte ich einen Katheter, der nicht so richtig gut gesetzt war, und musste mich einer Nach-OP unterziehen.
  • Mein Körper hatte vergessen, dass es Tag und Nacht gibt. Nicht einschlafen und nicht durchschlafen zu können, ist sehr erschöpfend. Ich bin mit dem Leben davongekommen, aber unter Verlusten.“

Das ganze Interview auf www.tagesspiegel.de