Gut gegen Corona-Viren: Raumluft feucht halten! (www.mdr.de)

“ Im Winter beziehungsweise während der Heizperiode herrscht oft eine niedrigere Luftfeuchtigkeit in Büro- und Wohnräumen. Das liegt einerseits an trockener Heizungsluft. Zudem ist die Luft draußen, die beim Lüften hereinkommt, im Winter trockener als im Sommer, da kalte Luft weniger Feuchtigkeit speichern kann.“

Warum hohe Luftfeuchtigkeit das Corona-Virus bremst

Wie kann ich meine Räume feucht genug behalten?

Mit den Standards zum vernünftigen Heizen, Lüften zur Vermeidung von Schimmel und Grünpflanzen in Räumen liegt man auch in Corona-Zeiten immer richtig. – Angst vor flächendeckender zu geringer Luftfeuchte ist dann eigentlich unbegründet „

1) Tipps für richtiges Verhalten

  • Zimmertemperatur in der Heizperiode möglichst um die 20/22 Grad halten, nicht überheizen, Schlafräume und Küche kühler halten (ca. 18 Grad), rät die AOK Baden-Württemberg
  • Wasserschale oder tiefen Teller mit Wasser auf Heizkörper, Kamin oder Ofen stellen, damit das Wasser verdunstet
  • großblättrige Grünpflanzen (Zimmerlinde, Zyperngras, Ficus, Farne) hinstellen, grundsätzlich gilt: Je mehr Pflanzen, desto größer die Sauerstoff- und Befeuchtungsleistung
  • regelmäßig gießen und mit Wasserzerstäuber die Blätter einsprühen, gilt für Wohnräume und Büros/Arbeitsräume
  • regelmäßig und richtig stoßlüften, Tipps dazu hier
  • alle Zimmer einer Wohnung gleichmäßig beheizen, nicht nur einen Raum, denn feuchte warme Luft entweicht in kühlere Räume, dann besteht Schimmelgefahr
  • Verdampfer bzw. Raumluftbefeuchter anschaffen, der Raum mit keimfreier feuchter Luft besprüht
  • Wem ein extra Verdampfer zu teuer sind, der kann auch mit der Sprühflasche/Zerstäuber die Raumluft befeuchten…“

2) Hygrometer=Luftfeuchtigkeitsmesser: “ Studien haben ergeben, dass Menschen den Feuchtigkeitsgehalt selbst nicht zuverlässig abschätzen können. Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt die Tipps (s. unten) oder schafft sich einen Hygrometer=Luftfeuchtigkeitsmesser an

3) CO2-Messgeräte: Parallel zu der CO2-Konzentration steigt auch die Belastung mit Aerosolen, die man nicht so einfach messen oder wahrnehmen kann. … Um zu kontrollieren, ob richtig gelüftet wird, helfen übrigens sogenannte CO2-Messer. Diese Geräte ermitteln den Kohlenstoffdioxidgehalt in der Luft und zeigen mit Ampelfarben die Konzentration an: Schon ab Gelb muss intensiver gelüftet werden.

4) Mobile Luftfilter-Geräte:

Reicht nicht auch Lüften, um Coronaviren nach draußen zu befördern? Prinzipiell kann durch Lüften ebenfalls die Virenlast im Raum reduziert werden, sofern es sich um Querlüften handel – die geöffneten Fenster sich also gegenüber liegen.

Doch oft kann durch Lüften nur unzureichen die Virenlast gesenkt werden: Manchmal gibt es kaum Fenster (zum Beispiel im Flur) oder die Fenster liegen sich nicht gegenüber. Außerdem müssten die Fenster gerade in großen Räumen sehr lange offen stehen.

Viele Gebäude haben eine integrierte Lüftungsanlage. Im Gegensatz zu einem Luftreiniger besteht bei der Lüftungsanlage allerdings das Risiko, dass Viren „über Lüftungsschächte im Gebäude verteilt werden“, so die Experten der Bundeswehr-Universität.

Luftreiniger sind daher auch gegenüber Lüftungsanlagen überlegen. Übrigens lohnen sich Luftreiniger auch aus weiteren Gründen: Hausstaubmilben, unangenehme Gerüche und Pollen entfernen sie zuverlässig aus der Raumluft und sorgen dadurch für ein besseres Raumklima.

ACHTUNG : Luftreiniger ersetzen nicht die Schutzmasken !

„Raumluftreiniger sind somit geeignete Werkzeuge, um dem indirekten Infektionsrisiko durch eine Kontamination im Raum zu begegnen“, so die Bilanz der Wissenschaftler. Allerdings können sie keinen Mund-Nase-Schutz ersetzen. Denn das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus bleibt durch direktes Anhusten sowie auch durch Gespräche ohne ausreichenden Abstand.“

Mehr zum Thema auf praxistipps.chip.de

und morgen – mit Vergleich verschiedener Geräte – hier auf www.dr-jungkind.de/praxis