Lifts sind zwar Virenschleudern – jedoch Maske, Abstand, Schweigen reduzieren das Ansteckungsrisiko

Fahrstühle galten auch schon vor der Corona-Pandemie als echte Keimschleudern.

  • In den engen, oftmals schlecht belüfteten, manchmal kühlen Kabinen können verschiedene Krankheitserreger stundenlang, manchmal sogar wochenlang, überleben.
  • Auf den Knöpfen, die von vielen Menschen täglich benutzt werden, harren beispielsweise Noroviren über Wochen aus.
  • Ein ungezügeltes Niesen während einer Fahrstuhlfahrt in einer vollen Kabine würde ausreichen, um alle anderen Mitfahrer beispielsweise mit Rhinoviren, die Erkältungssymptome auslösen, anzustecken.

Daher gilt in der Corona-Pandemie:

  • Maximal zwei Personen dürfen sich den Corona-Maßnahmen zufolge während einer Fahrt in einer normalen Kabine befinden.
  • Die beiden sollten außerdem den maximalen möglichen Abstand zueinander halten und eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Doch trotz aller Maßnahmen ist man auch im Fahrstuhl nicht hundertprozentig vor einer Infektion, ob mit Sars-CoV-2, Erkältungs-, Grippe- oder Noroviren geschützt.

  • Je mehr Menschen einen Lift benutzen, umso größer wird das Risiko einer Infektion. Im Falle von Sars-CoV-2 (können) Aerosole … in schlecht belüfteten Räumen mehrere Stunden in der Luft bleiben.

Das bedeutet, selbst ein leerer Lift könnte zur Infektionsfalle werden, wenn vorher ein mit Sars-CoV-2-Infizierter darin gesprochen, gehustet oder genießt hat.

Nicht auf die Größe des Fahrstuhls – auf die Belüftung kommt es an !

Auch wenn die Forscher angeben, dass man in diesem Fall zehn bis Tausende RNA-Kopien von Sars-CoV-2 pro Minute aufnehmen könnte, bleibt die Frage offen, ob das ausreicht, um sich wirklich zu infizieren.

Denn bisher kann noch niemand sagen, ab welcher Virendosis man sich tatsächlich infiziert. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass

  • eine höhere Dosis mit einem schwereren Verlauf von Covid-19 einhergeht.
  • Durch das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen oder filternden Masken kann dieses Risiko gesenkt werden. Zudem sollte man in Aufzügen nach Möglichkeit nicht Sprechen, Husten oder Niesen……
  • Mit offenen Türen „warten“…. könne die Haltbarkeit der Aerosole auf zwei bis vier Minuten verringern.

Wer sich nun denkt, dass er der Infektion entgehen kann, indem er einfach die Treppe nimmt, der irrt. Treppenhäuser sind nicht weniger gefährlich.

Denn es kommt weniger auf die Größe von Treppenhäusern und Fluren an, sondern vielmehr auf deren BelüftungWer dennoch lieber läuft, der sollte auf das Anfassen des Geländers verzichten.

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