Lernen von den Alten: Reinhold Messner zu Klimakrise und Fridays for Future (www.jetzt.de)

Kommt die Gesellschaft auch beim Thema Klimaschutz nur zur Vernunft, wenn die Politik klare Regeln vorgibt?

  • Wir müssen verstehen, dass wir den Konsum zu weit getrieben haben. Aber die Leute wählen lieber die, die den Untergang kleinreden.
  • Das Problem ist: Wenn Sie heute als Politiker mit dem Thema Einschränkung oder Verzicht auftreten, kommen Sie in kein Parlament…. Die Populisten wissen genau, was sie in ihren Reden auslassen und was sie betonen müssen.

Für mich dagegen bedeutet Verzicht Wohlbefinden, ja Glück, ein Gefühl von Freiheit. Nur wenn der Verzicht zum positiven Wert wird, ist die Welt mit Upcycling vielleicht zu retten.

  • Wir sind eine Spezies auf der Erde, die zu Intelligenz und einem Bewusstsein gekommen ist, auf welchen Umwegen auch immer. Aber das soll uns nicht überheblich machen.
  • Im Gegenteil: Es ist für uns Menschen auf Dauer nur möglich zu überleben, wenn ein Gleichgewicht herrscht. Wenn wir uns als Krone der Schöpfung sehen, werden wir den Kürzeren ziehen.

Diejenigen, die heute für „Fridays for Future“ demonstrieren, könnten in fünf bis zehn Jahren alle in den Parlamenten sein, wenn sie das wollen und mit ihrer Haltung Mehrheiten erobern.

Wenn sie Parlamentarier, Ministerin oder Kanzlerin sind, haben sie die Möglichkeit, wirklich etwas zu verändern. Ich respektiere diejenigen, die auf die Straße gehen – aber nur, wenn sie an der Machtquelle sitzen, können sie wirklich etwas umsetzen.